Vorsteherrüstzeit in Bleckmar

Für die Vorsteherrüstzeit hatten wir uns in diesem Jahr ein sehr interessantes Ziel ausgesucht: Das Missionshaus in Bleckmar. Und so war es natürlich nahe liegend, dass der thematische Schwerpunkt der Beratungen der Mission galt, zumal auch Missionsdirektor Roger Zieger am Freitag „vor Ort“ war und sich den gesamten Vormittag unseren Fragen stellte. Zunächst jedoch durften wir seinen ausführlichen Berichten über das derzeitige Wirken der Luth. Kirchenmission zuhören.

 

Mission aktuell

Wie Pfarrer Zieger zu Beginn seines spannenden Vortrages noch einmal verdeutlichte, liegt der Auftrag der „Mission“ nicht in der Heidenmission oder darin, Missionare in alle Länder zu schicken. Der von Gott gegebene missionarische Auftrag bedeutet, Jesus Christus in der Welt zu verkündigen und mit Wort und Tat in die Welt hinaus zu tragen.

Diesem missionarischen Auftrag folgend ist unsere SELK derzeit sowohl mit Projekten in Deutschland (u.a. Berlin-Marzahn, Leipzig, Cottbus-Döbbrick) als auch in Südafrika (neben vielen anderen Initiativen startet dort aktuell ein Projekt von Prof. Dr. Werner Klän an der Hochschule in Johannesburg zur Ausbildung schwarzer Pastoren) befasst.

Daneben eröffnet sich aber nun eine weitaus größere Herausforderung: Die Mission in Asien, insbesondere Thailand und China. Doch wie können wir mit unserer „kleinen“ SELK hier überhaupt helfen? Können wir diese Herausforderung überhaupt bewältigen? Lassen unsere kargen finanziellen Mittel dies überhaupt zu? Es sind wahrlich noch viele offene Fragen, die zu einer vernünftigen Vorgehensweise geführt haben. Wie Pfarrer Zieger berichtete, ist es gelungen, über das Bundesaußenministerium Fördergelder zu gewinnen, mit denen jetzt drei Projekte in Hongkong finanziert werden. Hier will man mit den dortigen Partnerkirchen missionarische Projekte starten und nach Abschluss von zwei Jahren zunächst einmal deren Erfolg – oder Misserfolg bewerten, bevor man weitere missionarische Projekte im asiatischen Raum startet.

Neben diesen euphorischen Schilderungen über das missionarische Wirken unserer SELK berichtete Pfarrer Zieger aber auch von seinen Sorgen und Wünschen. Die Sorgen galten den schlechten Finanzen, denn nicht nur die nachhaltige Finanzierung unseres Missionshauses in Bleckmar wird immer schlechter, sondern insbesondere die gesamte finanzielle Basis des missionarischen Wirkens wird immer dünner.

 

Missionsbeauftragte in den Gemeinden

Diesen Sorgen schlossen sich nahtlos seine Wünsche an. Für Pfarrer Zieger als dem Missionsbeauftragten der SELK wäre es sehr hilfreich, wenn in allen Gemeinden ehrenamtliche Missionsbeauftragte gefunden werden könnten.

Doch was sollen sie tun, wie können sie der „Lutherischen Kirchenmission – Bleckmarer

Mission“ helfen? Muss man etwa missionarisch tätig werden, vielleicht sogar ins Ausland gehen? Nein! Die Aufgabe eines Missionsbeauftragten liegt darin, A n r e g u n g e n , Berichte und Aufrufe der Kirchenmission in die Kirchengemeinden zu tragen und die Gemeindeglieder auf diese Weise für die wichtige Tätigkeit der kirchlichen Mission zu sensibilisieren. Sie sind mithin Bindeglied der Kirchenmission zu den einzelnen Gemeinden.

Eine anspruchsvolle Aufgabe, für die auch wir in unserer Zionsgemeinde bisher noch niemanden gefunden haben. Daher wäre es sehr schön, wenn sich ein Gemeindeglied finden ließe, das diese Aufgabe übernehmen möchte. Interessenten melden sich bitte bei Pfarrer Dittmer, der auch gerne für weitere Fragen zu diesem Aufgabenfeld zur Verfügung steht. (H. K.)

  Missionsdirektor Pfarrer Roger Zieger im Kreis des Kirchenvorstandes und deren

  Angehörigen. Foto: Kinzel

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