09./10. Mai

Bericht von der Kirchenbezirkssynode 2014


Am 9. und 10. Mai fand in Darmstadt die diesjährige Synode unseres Kirchenbezirks Hessen Süd statt. An dieser Tagung haben Pfarrer Stefan Dittmer und Ferdinand Scheu als Mitglieder des Bezirksbeirates sowie Heinz Kinzel als Delegierter und Elmar Wengenroth als Stellvertreter teilgenommen.

Es waren wieder 2 Tage, an denen wir nicht nur tiefe Einblicke in den ständigen Handlungs- und Entscheidungsbedarf unserer Selbständigen Evangelisch- Lutherischen Kirche gewinnen, sondern auch zahlreiche neue Kontakte zu anderen Kirchengemeinden knüpfen konnten. Kontakte, die uns in Zukunft bei der einen oder anderen Fragestellung sicherlich sehr hilfreich sein können.

Doch was wurde alles beraten?

Zunächst möchte ich von dem Dank der Synodalen berichten, den diese an Ferdinand Scheu für dessen inzwischen bereits 20 Jahre dauernde Leitung der Bezirkssynode aussprachen. Ein Dank für die strukturierte Leitung und die optimale Vorbereitung der beiden Sitzungstage. Daher möchte ich es nicht versäumen, an dieser Stelle auch von unserer Seite einmal ganz herzlich zu danken, denn dieses Wirken hat auch immer positiven Einfluss auf die Außendarstellung unserer Zionsgemeinde. Danke Ferdinand Scheu!

Die Synode des Kirchenbezirkes Hessen Süd tagte in diesem Jahr im „Bürgerhaus am See“, in unmittelbarer Näe zu unserer Gemeinde vor Ort.

Foto: Heinz Kinzel

Die Amtszeit von Superintendent Pfarrer Michael Zettler lief aus. Er wurde vom Pfarrkonvent der Synode für eine Wiederwahl vorgeschlagen. In der geheimen Wahl erreichte Pfarrer Zettler die erforderliche Stimmenmehrheit und wurde somit – seinem eigenen Wunsch folgend – für 4 weitere Jahre zum Superintendenten gewählt.

Propst Klaus-Peter Czwikla berichtete ausführlich über aktuelle Themen, mit denen sich die Kirchenleitung derzeit befassen muss. Vorrangig wurde von ihm die Entwicklung der Pfarrstellen angesprochen. In den nächsten Jahren werden deutlich mehr Pastoren in den Ruhestand gehen, als neue für eine Nachbesetzung zur Verfügung stehen. Dies wird ein riesiges Problem werden, von dem auch unser Kirchenbezirk betroffen sein wird. Wie wir aber mit dieser düsteren Aussicht umgehen, welche - und ob überhaupt - strukturelle Veränderungen notwendig werden, steht derzeit noch nicht fest. Hinsichtlich der Probleme innerhalb unseres Kirchenbezirkes will Superintendent Michael Zettler im kommenden Jahr einmal Vertreter aller Kirchenvorstände zur Beratung und zum Meinungsaustausch einladen.

Der Samstag war geprägt durch das Synodalthema „Gemeinde – Werkstatt des Heiligen Geistes“. Anhand von Bibelstellen wurde beleuchtet, was eigentlich eine Kirchengemeinde ausmacht und wie sich jeder nach seinen Gaben in die Vielfalt einer Gemeinde einbringen kann. Vorab fand als Einstimmung auf dieses Thema ein hochinteressantes Referat von Prof. Dr. Achim Behrens zu dieser Thematik statt.

Auch über die aktuelle Situation des Hauses Cordula wurde berichtet, da derzeit ein Insolvenzverfahren läuft, mit dem private Interessenten gefunden werden sollen. Auf Bitte von Pfarrer Eberhard Ramme wurde beschlossen, dennoch die Aktivitäten unserer SELK unvermindert in dem Haus Cordula fortzusetzen.

Missions- und Diakoniebeauftragte gibt es derzeit leider keine. Dies soll und darf aber kein Dauerzustand werden. Daher darf ich an dieser Stelle bereits alle Gemeindeglieder ermutigen, sich bei Pfarrer Dittmer zu melden, die sich vorstellen könnten, diese Aufgabe zu übernehmen.

Am 20. September findet in Hanau der diesjährige Regionalkirchentag statt. Das sehr ansprechende Programm wurde von Pfarrer Dittmer vorgestellt. Nähere Einzelheiten hierzu werden ebenfalls in diesen Gemeindebrief aufgenommen. Flyer, Plakate und Anmeldeformulare liegen bereits aus. Die nächste Bezirkssynode wird am 27./28. Februar 2015 in Allendorf/Lumda stattfinden. (H. K.)

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